9. Februar 2004   
   

 

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Kommentar 9. Februar 2004

Zwei Drittel aller diplomierten Ingenieure und Architekten in der Schweiz sind Absolventen von Fachhochschulen. Die Einführung der zweistufigen Studiengänge mit Bachelor- und Master-Abschlüssen sollen 2005 Realität werden. Die drei Verbände Swiss Engineering STV, Gesellschaft Schweizerischer Betriebsökonomen HWV/FH (GSB HWV/FH) und die FH-VISION haben ein Gutachten in Auftrag gegeben, welches Ende März 2002 als „Memorandum betreffend Bologna-Deklaration/Fachhochschulen“ publiziert wurde. Verschiedene Möglichkeiten für einen Master-Abschluss an Fachhochschulen müssten geschaffen werden, damit eine Schwächung des dualen Bildungssystems verhindert werden soll, welche sonst die Attraktivität für eine Berufslehre mindern würden.

Eine durchschnittliche Ausbildungsdauer dauert heute 10 ½ Jahre, sei dies über den Weg Berufslehre/Berufsmittelschule und Fachhochschule oder eine Mittelschule und eine Hochschule resp. Fachhochschule. Dies sollte auch in Zukunft in dieser Grössenordnung bleiben.

Der heutige Abschluss an einer Fachhochschule würde im Vergleich zu den neuen Abschlüssen zwischen den drei Jahren für den Bachelor und den viereinhalb Jahren für einen Master-Abschluss liegen. Hier eine für alle vernünftige und gangbare Lösung zu finden ist eine Aufgabe für die Fachhochschulen und die Verbände.

Vor allem gewisse Berufsverbände sträuben sich im Augenblick noch an der Idee die Lehrzeitlänge je nach Abschlussrichtung Berufsabschluss resp. weiterführende Ausbildung anzupassen. Das vorhin angesprochene Gutachten unterstreicht die Bedeutung der Ausbildungsdauer als Kriterium für die Gleichwertigkeit der Abschlüsse und der Attraktivität der Berufslehre. Die Schweizer Armee hat zum Beispiel für die Kaderlaufbahn schon länger ähnliche Modelle eingeführt. Der Startschuss für eine bildungspolitischen Diskussion in der Schweiz ist erfolgt.

Der Titel Ingenieur FH bleibt geschützt. Es wird höchstwahrscheinlich keine Umwandlung eines FH-Titels in einen Master geben, ausser natürlich durch Zusatzausbildungen, wie z.B. Nachdiplomstudiengänge. Der HTL-Titel hat/wird seinen Schutz verlieren. Die Umwandlung des HTL-Diploms in ein FH-Diploms ist deshalb für viele Ingenieure interessant, vor allem da dieses Diplom auch im Ausland die oftmals notwendige Anerkennung findet oder als Basis für eine Weiterausbildung zum Master gelten kann..  

Damit die Interessen von HTL- und FH-Diplomanden auch weiterhin mit genügendem Gewicht vertreten werden, braucht es einen Verband der diese Aufgaben auch weiterhin für uns vertritt. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Informieren sich bitte auf der Homepage http://www.glariosa.ch/stv .

Und Sie? Was meinen Sie dazu, melden Sie sich info<at>glariosa.ch.  

28. Juni 2011 © 1999-2011 GLARIOSA, e-mail