Die Schweizer Luftwaffe erprobte 1939 zwei in
Frankreich Erworbene MS-406. Die guten Resultate führten zum Bau einer Null-Serie
von 8 Exemplaren für die Truppen- erprobung. Bis Herbst 1940 wurden dann 72
D-3800 abgeliefert, die noch mit 860 PS Hispano Suiza Motoren ausgerüstet
waren. Es folgte der Lizenzbau der D-3801, die mit 289 Stück zum grössten
Beschaffungsprogramm der Schweizer Luftwaffe gehörte. Sie wies verschiedene
Verbesserungen auf, wie z.B. der stärkere HS 51 12Y Motor Mit 1000 PS, sowie
der fest eingebauten Kühler.
Die Morane bildete zusammen mit der Me -109 das
Rückrat der Jagdstaffeln. Sie wurden in Luftkämpfe mit der Deutschen Luftwaffe
verwickelt oder dienten als Leit- flugzeuge für allierte Bomber die illegal in
die Schweiz ein- flogen. Die Morane diente nach ihrem Einsatz bei den
Frontstaffeln bis 1959 bei den Fliegerschulen.
Das einzige noch fliegende Exemplar wurde aus Über-
resten von drei verschiedenen Zellen zum Leben erweckt, dem Rumpf der
ehemaligen J-84, die Flügel der J-276 und weiteren Teilen der J-143. Sie
gelangten im Juni 1994 in die Werkstatt der MSW aviation von Max Vogelsang.
Ab Januar 1995 wurde die Rumpfstruktur
aufgebaut. Im Oktober 1995 wurde ein prov. Ersatzmotor eingebaut. 1996 wurden
die Flügem neu beplankt und das Fahrwerk eingebaut. Im Oktober 1997 fand der
erste Rollout auf eigenem Fahrwerk statt und im Sommer 1998 gab es die ersten
Testläufe des Motors auf dem Flugplatz Buochs.
Im Winter 1999 wurde ein neuer Kühler
hergestellt Und eingebaut. Der erfolgreiche Erstflug fand am 9 Juni 2000 statt.
Bereits am 17. Juni 2000 konnte die Öffentlichkeit die Morane bei der ersten
Vorführung an der Int. Air Show in Dübendorf beobachten.
Seit dem 10. August 2000 ist die HB-RCF im
Fliegermuseum Altenrhein ausgestellt. Die gesamte Arbeitzeit für die
Restauration betrug über 12000 Stunden.